Südkorea investiert in KI-gestützte Gesundheitssysteme für regionale Krankenhäuser
25. Juni 2026Südkorea treibt den Ausbau KI-gestützter Gesundheitssysteme mit einer neuen staatlichen Förderinitiative voran. Durch den verstärkten Einsatz künstlicher Intelligenz sollen Diagnosen beschleunigt, die Patientenüberwachung verbessert und administrative Aufgaben reduziert werden. Ziel ist es, die medizinische Versorgung in regionalen Krankenhäusern nachhaltig zu stärken.
Das Ministerium für Gesundheit und Wohlfahrt gab bekannt, dass 12 Milliarden Won für regionale Schwerpunktkrankenhäuser bereitgestellt werden. Die Mittel fließen in ein Förderprogramm für KI-basierte Versorgungssysteme, das die Einführung praxistauglicher KI-Anwendungen unterstützt. Dadurch sollen medizinische Einrichtungen ihre Behandlungskapazitäten ausbauen und gleichzeitig das medizinische Personal von zeitaufwendigen Dokumentationsaufgaben entlasten. KI-gestützte Gesundheitssysteme erfordern in der Regel eine MFDS-Zertifizierung, um für den Import und den Verkauf in Korea zugelassen zu werden.

KI unterstützt Früherkennung und klinische Entscheidungen
Mehrere Universitätskliniken werden KI-Lösungen implementieren, die eine frühzeitige Erkennung lebensbedrohlicher Erkrankungen ermöglichen sollen. Das Chungbuk National University Hospital und das Pusan National University Hospital führen Systeme ein, die die Vitalparameter stationärer Patienten kontinuierlich analysieren und akute Ereignisse wie Herzstillstand oder Sepsis frühzeitig vorhersagen können. Dadurch sollen medizinische Teams schneller auf kritische Situationen reagieren können.
Darüber hinaus investieren mehrere Krankenhäuser in KI-gestützte Bildanalyse. Das Chonbuk National University Hospital und das Pusan National University Hospital setzen Diagnosesysteme ein, die anhand von Röntgenaufnahmen des Brustkorbs sowie Computertomographie-(CT)-Bildern verdächtige Veränderungen erkennen und auf Lungenkrankheiten oder Krebserkrankungen hinweisen können. Die Technologie soll die Befundung durch Ärztinnen und Ärzte unterstützen und die Früherkennung schwerwiegender Erkrankungen verbessern.
Weitere Einrichtungen verfolgen spezialisierte Anwendungen. Das Gyeongsang National University Hospital plant den Einsatz von KI zur frühzeitigen Diagnose von Schlaganfällen und Demenz. Das Jeju National University Hospital wird KI nutzen, um anhand von CT-Aufnahmen den Grad einer Verengung der Herzkranzgefäße zu beurteilen und dadurch das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen besser einschätzen zu können.
Automatisierte Dokumentation entlastet medizinisches Personal
Neben diagnostischen Anwendungen umfasst das Förderprogramm auch Lösungen zur Digitalisierung administrativer Prozesse. Das Chonnam National University Hospital, das Chungnam National University Hospital und das Chonbuk National University Hospital werden KI-basierte Systeme zur medizinischen Dokumentation einführen, die aus gesprochenen Arzt-Patienten-Gesprächen automatisch klinische Notizen erstellen. Dadurch sollen Verwaltungsaufgaben reduziert werden, sodass sich medizinisches Personal stärker auf die unmittelbare Patientenversorgung konzentrieren kann.
Mit der Initiative verfolgt das Ministerium für Gesundheit und Wohlfahrt das Ziel, die medizinischen Kompetenzen regionaler Krankenhäuser auszubauen und den flächendeckenden Einsatz künstlicher Intelligenz im Gesundheitswesen zu fördern. Die Maßnahmen unterstreichen Südkoreas Bestrebungen, moderne KI-Technologien stärker in die klinische Praxis zu integrieren und damit Diagnostik, Notfallversorgung und Behandlungsqualität weiter zu verbessern. Weitere regulatorische Informationen können über die offiziellen Ressourcen der MFDS sowie des südkoreanischen Gesundheitsministeriums bereitgestellt werden.
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