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Korea treibt Entwicklung von Flüssigwasserstoff-Speichertanks voran

18. Juni 2026

Korea unternimmt einen weiteren Schritt zum Ausbau seiner Wasserstoffinfrastruktur und fördert die Entwicklung großvolumiger Flüssigwasserstoff-Speichersysteme. Im Mittelpunkt steht ein staatlich unterstütztes Forschungsprojekt zur Entwicklung moderner Speichertechnologien, die als wesentliche Grundlage für die künftige Wasserstoffwirtschaft und die Energiewende des Landes gelten.

Hyundai Engineering & Construction (Hyundai E&C) gab bekannt, dass das Unternehmen für das nationale Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Technologieentwicklung für Flüssigwasserstoff-Speichertanks und Be- und Entladesysteme“ ausgewählt wurde. Das Vorhaben wird von der Korea Agency for Infrastructure Technology Advancement unter dem Ministerium für Land, Infrastruktur und Verkehr gefördert. Ziel ist es, Schlüsseltechnologien für die Speicherung, den Transport und die Umschlagprozesse von Flüssigwasserstoff zu entwickeln und diese im Rahmen von Demonstrationsprojekten zu erproben. Wasserstoffspeichersysteme benötigen in der Regel eine KGS-Zertifizierung, um für den Import und Verkauf in Korea zugelassen zu werden.

Entwicklung des ersten Flachbodentanks für Flüssigwasserstoff in Korea

Ein zentraler Bestandteil des Projekts ist die Entwicklung des ersten Flachboden-Flüssigwasserstoffspeichers in Korea. Diese Tankbauweise wird bereits bei großen LNG-Speichern eingesetzt und soll die Grundlage für künftige Speichersysteme mit Kapazitäten von etwa 4.000 Kubikmetern und langfristig sogar 50.000 Kubikmetern schaffen.

Das Projekt verfügt über staatliche Fördermittel in Höhe von rund 29 Milliarden KRW und ist für einen Zeitraum von etwa 45 Monaten von April 2026 bis Dezember 2029 angesetzt. Hyundai E&C arbeitet dabei gemeinsam mit insgesamt 13 weiteren Industrie-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen, darunter die Korea Gas Corporation, die Korea Gas Technology Corporation und die Korea Gas Safety Corporation.

Flüssigwasserstoff entsteht durch die Abkühlung von gasförmigem Wasserstoff auf etwa -253 °C. Für die sichere Lagerung sind daher hochentwickelte Isolations-, Konstruktions- und Bautechnologien erforderlich. Im Rahmen des Projekts sollen unter anderem Datenbanken zu Materialeigenschaften metallischer Werkstoffe aufgebaut sowie Technologien für Struktur- und Isolationsdesign, Wärmeübertragungs- und Strömungsanalysen sowie technische Auslegungsstandards entwickelt werden.

Bedeutung für Infrastruktur, Sicherheit und Marktzugang

Zusätzlich ist der Bau eines Demonstrationstanks mit einem Fassungsvermögen von 200 Kubikmetern vorgesehen. Mit diesem Pilotprojekt sollen die Speicherleistung bewertet, Verdampfungsverluste reduziert und sicherheitstechnische Konzepte weiterentwickelt werden.

Für Hersteller, Anlagenbauer und Infrastrukturentwickler signalisiert das Vorhaben eine zunehmende regulatorische und technische Fokussierung auf Flüssigwasserstofftechnologien in Korea. Mit dem erwarteten Wachstum des Wasserstoffmarktes werden die Einhaltung relevanter Sicherheitsanforderungen sowie die Erfüllung von KGS-bezogenen Zertifizierungs- und Konformitätsanforderungen für den Marktzugang zunehmend an Bedeutung gewinnen.

Nach Angaben von Hyundai E&C befindet sich die Flüssigwasserstofftechnologie trotz des starken Wachstums der internationalen Wasserstoffmärkte noch in einer frühen Entwicklungsphase. Das Unternehmen erwartet, dass die erfolgreiche Entwicklung von Flachboden-Speichertanks die technologische Unabhängigkeit Koreas im Bereich Flüssigwasserstoff stärkt, die Abhängigkeit von ausländischen Technologien reduziert und die Wettbewerbsfähigkeit der koreanischen Wasserstoffinfrastruktur- und Anlagenbauindustrie nachhaltig verbessert. Weitere regulatorische Informationen könnten künftig über offizielle Branchen- und Zertifizierungsquellen veröffentlicht werden.

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Tel.: +49-69-2713769259
Email: info@korea-certification.com

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MPR Author

About the author: Louis Gogger is Managing Director of MPR International GmbH.
Publisher: MPR International GmbH

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